Rechtsanwaltskanzlei

Jörg Arthecker-Sonnenburg
Rechtsanwaltskanzlei - Jörg Arthecker-Sonnenburg - Spieltordamm 9, 19053 Schwerin                Tel.: 0385/711383 - Fax:. 0385/712236  - E-Mail: raemas@aol.com
Telefonnummer 0385/711383 Vereinbaren Sie einen Termin

Mobbing

Es handelt sich dabei um kein neues Phänomen, sondern um ein altes Problem des zwischenmenschlichen Verhaltens. Nur der Begriff Mobbing ist neu, nicht aber das Problem. Denn Dienstkonflikte mit systematischer Ausgrenzung oder fortgesetzter Benachteiligung durch Vorgesetzte hat es wohl schon immer gegeben. Der Begriff wurde aber bisher vom Gesetzgeber nicht verwendet, er kennt ihn schlichtweg nicht. Beamtenrechtlich fällt Mobbing unter die Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Diese verpflichtet den Dienstherrn, Maßnahmen zum Schutz des Beamten vorzunehmen, nötigenfalls eine Versetzung oder Umsetzung. Darüber hinaus stellt Mobbing eine Störung des besonderen Treueverhältnisses dar und die Verursacher begehen ein Dienstvergehen. Liegen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vor, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigen, besteht die Verpflichtung des Dienstherrn, ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Arbeitsrechtlich ist Mobbing als fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder in einander übergreifende, der Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienende Verhaltensweisen definiert worden, die nach Art und Ablauf im Regelfall einer übergeordneten, von der Rechtsordnung nicht gedeckten Zielsetzung förderlich sind und jedenfalls in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder andere ebenso geschützte Rechte, wie die Ehre oder die Gesundheit des Betroffenen verletzen Vgl. LAG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 23.05.2007, 7 Sa 982/06, Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 24.04.08, 8 AZR 347/07.
Mobbing ist demnach das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern unter einander oder durch Vorgesetzte. BAG, Beschl. v. 15.01.1997 – 7 AZR 14/96. Als Rechtsfolgen kommen sowohl Abwehrmaßnahmen des Dienstherrn bzw. Arbeitgebers bei bestehendem Arbeits- oder Dienstverhältnis in Betracht, als auch Schadensersatz, wenn das Mobbing nicht mehr umkehrbare Folgen hervorgerufen hat Schwierig und teilweise fast unmöglich ist die rechtliche Verfolgung des Mobbings. Die einzelnen ausgrenzenden Handlungen und Grenzüberschreitungen müssen hinreichend substantiiert, zeitlich und räumlich geordnet vorgetragen und unter Beweis gestellt werden. Das ist aufgrund der typischerweise zahlreichen und jeweils für sich betrachteten und teilweise undramatischen Einzelakte, die erst in der Summe, Dauer und Wiederholung die Schwere des Mobbing ausmachen, oft nicht mehr zu rekonstruieren. Mobbing erstreckt sich oft über Jahre. Erst werden die Anzeichen nicht ernstgenommen und die Zielgerichtetheit und der Vorsatz länger nicht erkannt, so fehlen Aufzeichnungen und genaue Erinnerungen hinsichtlich Zeit und Ort und Täter. Auch fehlen Zeugen, die bereit wären auszusagen, da sie berechtigte Angst haben das nächste Opfer zu werden. Des Weiteren muss auch der Beweis der Ursächlichkeit zwischen Handlung, (Mobbing), und der Beeinträchtigung in psychischer Hinsicht geführt werden.
Rechtsanwaltskanzlei Jörg Arthecker-Sonnenburg Spieltordamm 9, 19053 Schwerin Tel.: 0385/711383 Fax: 0385/712236 E-Mail: raemas@aol.com
Rechtsanwaltskanzlei Jörg Arthecker-Sonnenburg

Mobbing

Es handelt sich dabei um kein neues Phänomen, sondern um ein altes Problem des zwischenmenschlichen Verhaltens. Nur der Begriff Mobbing ist neu, nicht aber das Problem. Denn Dienstkonflikte mit systematischer Ausgrenzung oder fortgesetzter Benachteiligung durch Vorgesetzte hat es wohl schon immer gegeben. Der Begriff wurde aber bisher vom Gesetzgeber nicht verwendet, er kennt ihn schlichtweg nicht. Beamtenrechtlich fällt Mobbing unter die Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Diese verpflichtet den Dienstherrn, Maßnahmen zum Schutz des Beamten vorzunehmen, nötigenfalls eine Versetzung oder Umsetzung. Darüber hinaus stellt Mobbing eine Störung des besonderen Treueverhältnisses dar und die Verursacher begehen ein Dienstvergehen. Liegen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vor, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigen, besteht die Verpflichtung des Dienstherrn, ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Arbeitsrechtlich ist Mobbing als fortgesetzte, aufeinander aufbauende oder in einander übergreifende, der Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienende Verhaltensweisen definiert worden, die nach Art und Ablauf im Regelfall einer übergeordneten, von der Rechtsordnung nicht gedeckten Zielsetzung förderlich sind und jedenfalls in ihrer Gesamtheit das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder andere ebenso geschützte Rechte, wie die Ehre oder die Gesundheit des Betroffenen verletzen Vgl. LAG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 23.05.2007, 7 Sa 982/06, Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 24.04.08, 8 AZR 347/07. Mobbing ist demnach das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren von Arbeitnehmern unter einander oder durch Vorgesetzte. BAG, Beschl. v. 15.01.1997 – 7 AZR 14/96. Als Rechtsfolgen kommen sowohl Abwehrmaßnahmen des Dienstherrn bzw. Arbeitgebers bei bestehendem Arbeits- oder Dienstverhältnis in Betracht, als auch Schadensersatz, wenn das Mobbing nicht mehr umkehrbare Folgen hervorgerufen hat Schwierig und teilweise fast unmöglich ist die rechtliche Verfolgung des Mobbings. Die einzelnen ausgrenzenden Handlungen und Grenzüberschreitungen müssen hinreichend substantiiert, zeitlich und räumlich geordnet vorgetragen und unter Beweis gestellt werden. Das ist aufgrund der typischerweise zahlreichen und jeweils für sich betrachteten und teilweise undramatischen Einzelakte, die erst in der Summe, Dauer und Wiederholung die Schwere des Mobbing ausmachen, oft nicht mehr zu rekonstruieren. Mobbing erstreckt sich oft über Jahre. Erst werden die Anzeichen nicht ernstgenommen und die Zielgerichtetheit und der Vorsatz länger nicht erkannt, so fehlen Aufzeichnungen und genaue Erinnerungen hinsichtlich Zeit und Ort und Täter. Auch fehlen Zeugen, die bereit wären auszusagen, da sie berechtigte Angst haben das nächste Opfer zu werden. Des Weiteren muss auch der Beweis der Ursächlichkeit zwischen Handlung, (Mobbing), und der Beeinträchtigung in psychischer Hinsicht geführt werden.
Telefonnummer 0385/581 59  41 Vereinbaren Sie einen Termin