Erbrecht Auch Erben ist nicht einfach Es gibt eine neue Studie aus dem Jahr 2012, nach der jeder fünfte Nachlass größer als 100.000 € ist. Hier gibt es in aller Regel juristischen Handlungsbedarf, insbesondere wenn sich Miterben, wie in vielen Fällen, streiten. Bei einer Beratung in Erbangelegenheiten ist manchmal ratsam, wenn Sie uns zuvor die Fallsituation kurz telefonisch oder schriftlich mitteilen, weil das die Beratung in komplexen Angelegenheiten erheblich effizienter gestaltet. Es ist im Rahmen einer Beratung regelmäßig unangebracht und unseriös komplexe Testamente durchzulesen und dann Ad-hoc-Einschätzungen abzugeben. Die Auslegung von Testamenten und Vermächtnissen erfordert  viel Sorgfalt und ist oft von existenzieller Bedeutung. Auch Haftungsfragen sind im Gesetz komplex bis kompliziert geregelt. Es gelten nunmehr nach der Erbrechtsreform die kurzen dreijährigen Verjährungsfristen auch für Erbansprüche, mit Ausnahme von Herausgabeansprüchen des Erben (§§ 2018, 2130, 2352 BGB), die weiterhin der langen dreißigjährigen Frist unterliegen. Wird eigentlich ein Erbschein benötigt? Wer nach dem Tod eines Familienangehörigen auf dessen Konto zugreifen will und über keine postmortal wirksame Kontovollmacht des Erblassers verfügt, benötigt regelmäßig einen Erbschein.  Ein Erbschein wird nur auf Antrag erteilt. Ob ein Erbschein zum Nachweis seines Erbrechts erforderlich ist, wird jeder Erbe im Einzelfall prüfen müssen. Hat der Verstorbene Grundbesitz hinterlassen, ist zur Grundbuchberichtigung auf jeden Fall ein Erbschein vorzulegen, es sei denn, es liegt ein eindeutiges, notarielles Testament oder ein Erbvertrag vor. In aller Regel verlangen auch und insbesondere Banken nicht nur ein notarielles Testament mit Eröffnungsprotokoll, als ausreichenden Nachweis, sondern darüber hinaus einen Erbschein. Wegen der erforderlichen Versicherung an Eides Statt ist es notwendig, zur Beantragung ein Amtsgericht oder einen Notar/in aufzusuchen. Weitere Angaben sind durch öffentliche Urkunden nachzuweisen. Ein einfaches Testament erfüllt gar keine dieser Bedingungen, da dieses durch ein später geschriebenes überholt sein könnte. Bei dem Tod eines Kontoinhabers ist nicht automatisch die Familie Erbin des Vermögens. Die Bank will sich Klarheit über die Person des Erben verschaffen und geht dabei kein Risiko ein, denn wenn mehrere Erben vorhanden sind, können diese nur gemeinschaftlich über die Guthaben verfügen. Beantragt wird der Erbschein oder die Eröffnung des Testaments beim Nachlassgericht, dem zuständigen Amtsgericht und kann zu Protokoll der Geschäftsstelle gegeben werden. Der Antrag kann auch bei jedem Notar aufgenommen werden. Der Antrag muss den Inhalt des begehrten Erbscheins so genau angeben, dass das Gericht den Erbschein erteilen kann, ohne selber die Formulierung modifizieren zu müssen. Jeder Erbe muss mit Namen, Anschrift, Geburtsdatum und dem jeweiligen Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser sowie seines Erbanteils aufgeführt sein. Zudem muss klargestellt werden, ob ein Alleinerbschein, ein Teilerbschein oder ein gemeinschaftlicher Erbschein beantragt wird. Die Beantragung kann insbesondere aufwändiger sein, wenn kein Testament vorliegt. Dann müssen nämlich die Verwandtschaftsverhältnisse auf der Grundlage von Personenstandsurkunden dargelegt werden: Sterbeurkunden, Geburtsurkunden, Heiratsurkunden u.s.w..
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